Trippin‘ USA 2015

Im letzten Sommer begaben sich zwei Freunde auf den Weg in die USA um dort ihren ganz persönlichen Roadtrip zu starten. Was die beiden so erlebt haben dürfen wir im folgenden Reisebericht miterleben!

Welche Zutaten benötigt man für einen ordentlicher Roadtrip durch die USA?

01

Eigentlich recht simpel. Ein gutes Auto. Gute Musik und gute Laune. Achja, und einen Bialetti-Espressokocher samt 2kg Espresso natürlich.

Nachdem die Route eigentlich von Anfang an klar war, es sollte von Osten nach (Süd)Westen gehen, stürzten wir uns ins Abenteuer USA. Als Startpunkt wählten wir Atlanta im Bundesstaat Georgia um uns schließlich bis nach Los Angeles, ins sonnige Kalifornien durchzuschlagen.

Nach einem sehr angenehmen Hinflug mit British Airways befanden wir uns eigentlich schon mitten im Getümmel. Als erstes Ziel galt es das oft besungene capital of music, Nashville in Tennessee zu erkunden; das Mekka der Countrymusik (Grand Ole Opry) mit seinen zahlreiche Museen, unzähligen Bars, Pubs und Honky Tonks, die einen sofort in ihren Bann zogen. Dazu gibt’s Bud Light und Chips. Hell yeah!

02

Nach drei ereignisreichen Tagen, die im Grunde genommen nicht wirklich reichten um wirklich alles zu sehen, ging es auch schon weiter in Richtung Memphis! Hier regierte nun der Blues, Soul und Rock’n’Roll – hier wurde wahrhaftig Musikgeschichte geschrieben. Zu dem (erneut) unfassbar breiten Angebot an Bars mit Livemusik zählen zudem die Sun Studios, die Beale Street und die Gibson Factory (inmitten) der Stadt zu den Sehenswürdigkeiten. Wie zu erwarten reichten auch hier die drei Tage kaum aus. Aber immerhin konnte man ein wenig den „Spirit“ erhaschen, den Elvis Presley, B.B. King, Johnny Cash oder Jerry Lee Lewis damals verbreiteten. Selbstverständlich inklusive Pflichtbesuch von Graceland, dem trauten Heim des King himself. Oder zumindest dem was davon übriggeblieben ist bzw. für Fans touristisch aufbereitet wurde.

Nach einem kurzen Zwischenstop (inkl. Übernachtung) in Texarkana, an der Grenze zwischen Texas und Arkansas, ging es direkt nach Dallas, Texas. Hier mussten wir dann unseren Mietwagen der Marke Ford retournieren, welchen wir aufgrund seiner doch eher schwachen Motorisierung liebevoll Ford Locus nannten. Anschließend nahmen wir einen Flug nach Phoenix, Arizona. Die knapp 2000 Kilometer dazwischen wären leider – salopp gesagt – „ein bisserl fad“ gewesen.

09
In Arizona wurden wir bzw. unser Flugzeug kurz vor der Landung von einem Sandsturm gleich ordentlich wachgeschüttelt. Nach einer zweckdienlichen Übernachtung ging es am kommenden Morgen mit einem frischen, aber vorallem adäquateren fahrbaren Untersatz los nach Jerome, einem kleinen Bergdorf im Verde valley, ca. 200km nördlich von Phoenix.

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„Wenn man sich die brummenden Klimaanlagen von den Gebäuden wegdenkt, glaubt man man ist in Italien“ kommentierte Matthias das Erscheinungsbild der Altstadt. Die alten Fassaden ließen ein wenig erkennen, dass der Ort früher durch den Tagebau geprägt wurde. Hier wurde bis Ende des 20. Jahrhunderts Kupfer abgebaut.

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Nach einem dekadenten Frühstück (das man in der Form lieber nicht jeden Tag zu sich nehmen sollte) brachen wir reichlich verspätet in Richtung Norden auf. Ein Tag, der sich später als intensivster Reisetag herausstellen sollte. Dafür jedoch als umso eindrucksvoller.

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Zahlreiche Schluchten, Täler und wunderschöne Wälder sowie einem Areal mit vulkanischen Aktivitäten lagen allesamt am Weg zu einer der vermutlich wichtigsten Sehenswürdigkeit der USA: dem Grand Canyon. Zeit für einen Kaffee und einen obligatorischen, wenn auch wenig indianischen Freudentanz.

Anschließend galt es standesgemäß über die Route 66, oder zumindest einem kleinen Teil davon, zu brettern. Inklusive einer Geraden mit 100km Länge und einem freundlichen Turn, also einer Hinweistafel „Achtung Kurve“ am Ende der Straße. Nach insgesamt 600 Kilometern erreichten wir endlich spät am Abend Kingman, Arizona an der Grenze zu Kalifornien. AC/CD war unser Hirte, so wie zahlreiche kräftigende Sandwiches & Espressi am nicht vorhandenen Heckspoiler unseres Dodges.

Nach einer minderprächtigen, da eher kurzen Nacht in Kingman machten wir uns auf den Weg nach Joshua Tree, Kalifornien. Durch die unbeschreiblich heiße Mojave Wüste durchgekämpft (eigentlich eine einzige Gerade) erreichten wir endlich den bereits erwähnten Geburtsort des Desert- bzw. Stonerrocks. Hölle ja!

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Hier hatten wir die Gelegenheit zwei Tage lang in einem äußerst liebevoll umgebauten Trailer aus den 50ern mit Space Race Thema zu wohnen. Der ideale Ort um die Klänge und den sternenklaren Himmel der Wüste ordnungsgemäß auf sich wirken zu lassen. Hier waren wir schwer wegzubekommen. Sehr schwer.
Über den Big Bear Lake, nicht unweit von Los Angeles entfernt, ging es weiter zum letzten Zwischenstopp vor L.A, dem Cajon Pass. Unheimlich schöne Straßen, leider gespickt mit unzähligen Tempolimits sowie ebenso vielen Verkehrsteilnehmern, die sich penibel daran hielten, gab es zu erleben bzw. befahren.

Am Ende der Straße befanden wir uns im Wesentlichen in West Hollywood, also inmitten von Los Angeles, welches den letzten Punkt auf unserer Reise-Landkarte darstellen sollte. In L.A. hatten wir das große Glück eine wirklich tolle Unterkunft zu erwischen.

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Ein absoluter Glücksgriff. Ein altes Haus aus den 1930er Jahren mit unmengen an Chic, Charme und Lässigkeit. Lässigkeit die nicht nur das Haus selbst, sondern vorallem deren Eigentümerin und Bewohner ausstrahlten. Der letzte Teil der Reise war definitiv ein Highlight. Hier konnten wir sogar ein paar Österreicher kennenlernen und den 4. Juli, besser bekannt als Independence Day mit den Bewohnern feiern. Das pompöse Feuerwerk bei der Hollywood Bowl, einem großen Veranstaltungsort mitten in Hollywood ließen wir uns dabei nicht entgehen.

Die Transferzeiten in Los Angeles dürfen nicht unerwähnt bleiben. Wenn man es schafft 1/3 der Spots von der eigenen Wunschliste abzuklappern, kann man sich bereits getrost auf die Schulter klopfen und den Tag als erfolgreich ansehen. Das Verkehrsaufkommen in der Stadt in der niemand zu Fuß geht („Thanks Uber!“) ist selbst für die Bewohner nicht einfach zu verkraften.

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Nichtsdestotrotz konnten wir unseren Trip in der „City of Angeles“ ordnungsgemäß beenden, obwohl – und das muss man sich eingestehen – es uns nicht leicht fiel „Good Bye“ zu den zahlreichen Bekanntschaften zu sagen die wir während des Trips machten.

Wir bedanken uns bei Matthias Isepp und Niki Mikschofsky für diesen tollen Bericht und die schönen Bilder ihres Road-Trips durch die USA!

 

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