Mongolei – Durch die Weiten der Gobi

Wir, Sabrina und Christine, möchten euch ein bisschen von unserer Mongolei-Reise berichten.

Diese Reise führte uns weit ab von der Hauptstadt Ulan Bator durch die zauberhafte Gobi Wüste, die wir in all ihren Facetten erleben durften, durch das Altai Gebirge und endlos weite Steppenlandschaften.

Mongolia

Mongolia

Wir durften die einzigartige Kultur, die Religion und Tradition dieses Landes, und das Leben der Nomaden kennenlernen. Wir genossen die Fauna und Flora der Mongolei, sowie die Sandstürme, die reisenden Flüsse die wir durchqueren mussten, die schwankenden Temperaturen – von brütender Hitze bis zu eiskalten Nächten. Wir lernten die Gastfreundschaft der Nomaden kennen und erlebten ein Land mit freundlichen und liebenswerten Menschen, denen das doch etwas raue Land sehr viel abverlangt.

Am ersten Tag ging es von Wien über Frankfurt nach Ulan Bator, wo wir nach Ankunft einen Teil dieser lebendigen Stadt mit ihrer Kultur kennenlernten. Wir besuchten das Gandan Kloster, das wichtigste und größte der Mongolei. Der Bau lässt die Wurzeln des mongolischen Buddhismus erkennen. Wir erlebten alte und junge Lamas (Mönche) in ihren farbenprächtigen Gewändern bei der Ausübung ihrer Morgenzeremonie. Weiters besichtigten wir das Parlament am Suchbaatar-Platz. Das Parlamentsgebäude mit einer riesigen Statue von Dschingis Khan steht im Norden des Platzes. Danach ging es zum Bogd Khan Museum wo wir einen guten Einblick in den mongolischen Buddhismus erhielten.

Dschingis Khan Statue

Dschingis Khan Statue, Ulan Bator

Am dritten Tag unserer Reise fuhren wir in das wunderbare Felsengebirge von Baga Gadsryn Tschuluu, wo wir eine ausgiebige Wanderung unternahmen und bezogen am Nachmittag im Bayanbulang-Camp unsere Ger (Jurte).

Am nächsten Tag ging es über holprige und naturbelassene Straßen weiter Richtung Südgobi. Eine wunderschöne Landschaft entschädigte die oft anstrengende Fahrt. Wir verbrachten einen Tag im Gobi-Nationalpark, im östlichen Altai Gebirge, machten eine Wanderung in die Geierschlucht (Yolym Am) – ein Naturschauspiel der besonderen Art. Mitten in der Wüste fließt ein Fluss durch die Schlucht, teils unter dicken Eisschichten. In den Felswänden kann man Geier wie auch Steinböcke beobachten.

Am nächsten Morgen fuhren wir entlang des Sandmeeres und Altai Gebirges und erreichten die singenden Sanddünden, die über 800m hoch und 100km lang und 12km breit sind. Im Morgengrauen erklommen wir eine dieser Dünen und konnten einen wunderschönen Sonnenaufgang miterleben. Danach ging es weiter in den Süden zu den flammenden Klippen in Bayancak mit ihren berühmten Dinosaurierfriedhof und dem Saxaulwald. Der Saxaulbaum wächst nur in der Gobi.

Singende Sanddünen

Singende Sanddünen, Gobi Wüste

Weiter gings in die Mittelgobi, das Ongital und zu den Ruinen am gleichnamigen Fluss. Wir besuchten die Ruinenstadt Onggin-Hiit, in welcher viele Jahrhunderte das geistige, religiöse, wissenschaftliche und heilkundige Zentrum der Mongolei lag. Dieses Kloster war vor der Zerstörung durch die Kommunisten eines der bedeutendsten der Mongolei. Eine abwechslungsreiche Fahrt führt uns von der Wüste zur Halbwüste, fast zum Mittelpunkt der Mongolei, nach Elsen Tasarkhai. Danach gings ins Högnö-Khan Gebirge. Wir verbringen den Tag mit Kamel- und Pferdereiten sowie einer Wanderung auf den Berg Högno.

Nach dem Frühstück fuhren wir weiter nach Karakorum, der „alten Hauptstadt“ und das Orchontal. Wir besuchten das Museum Karakorum, welches über die Völker und Geschichte des Orchontales und die bekannten Ausgraben berichtet. Wir erkundeten das Kloster Erdene-Zuu, ein lamaistisches Kloster aus dem 15 Jhd., welches als Urkirche der Mongolei gilt.

Die letzten zwei Tage verbrachten wir in der Zentralgobi, im Orchontal und im Hustai Nurum Nationalpark. Zum Teil wandernd, zum Teil fahrend, vorbei an wunderschönen Edelweißwiesen, Herden von Yaks, Pferden, Schafen und Ziegen erreichten wir das Orchontal und genossen die Gastfreundschaft und das guten Essen der Nomaden. Wir besuchten den Wasserfall Ulaan-Zutgalan, welcher 24m tief fällt und im Fluss Orchon mündet. Wir erreichten die Waldsteppe und die heißen Quellen von Zenkher, die mit 89 Grad aus dem Boden sprudeln und genossen ein Bad unter dem Sternenhimmel.

Mongolia

Mongolia

An den Grenzen des Hustai Nurum Nationalparks beobachteten wir Wildtiere, wie auch die einzigen wild lebenden Pferde der Mongolei, die Przewalski Pferde, die nach ihrer fast vollständigen Ausrottung, Mitte des 20. Jhd., seit 1993 hier wieder angesiedelt werden.

Danach ging es zurück nach Ulan Bator und wir mussten uns von unserer wunderbaren und kompetenten Reiseleiterin Davaa und dem Fahrer Batkhuyag schweren Herzens verabschieden. Vorher genossen wir noch eine Kaffee und eine Mehlspeise im Cafe Sacher. Die Beiden haben uns eine wunderbare Reise zu viert ermöglicht, wofür wir uns nochmals bei Ihnen bedanken möchten. Bis heute besteht zwischen Davaa und uns ein reger Kontakt.

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