Aus der Sicht eines Jugendlichen: Ein Südamerika-Reisebericht

Ich soll ein bisschen von unserer Reise nach Uruguay, Argentinien, Brasilien erzählen. Also – es war eine kleine Gruppe von 8 Personen, sechs Deutsche, meine Mutter und ich. Südamerika ist atemberaubend und ich kann es nur weiterempfehlen.

Wir flogen am Dienstag von München nach Paris und von dort rund 12 Stunden nach Montevideo. Endlich angekommen in Uruguays Hauptstadt, liegt sie genau beim Mündungstrichter des Rio de la Plata und gehört zu den lateinamerikanischen Hafenstädten mit Palmen und Sandstränden.

Montevideo

Am Mittwoch schlenderten wir noch ein wenig durch die Stadt, aber bevor die Sonne untergeht, sollte man im Hotel sein, da es eine relativ gefährliche Stadt ist. Am nächsten Tag zeigte unser Guide uns die Stadt mit ihren prächtigen Plätzen und der mächtigen Kathedrale. Am Unabhängigkeitsplatz mit dem Monument von Artigas, dem Nationalhelden, war rundherum alles verbaut und ein Gebäude nervte besonders, weil die Fassade voller Klimaanlagen ist.

Am Freitag ging es mit dem Bus nach Sacramento del Colonia, eine sehr alte Stadt, von Portugiesen gegründet und von Spaniern übernommen, ist heute UNESCO Weltkulturerbe.

Dort blieben wir ca.3 Stunden und fuhren vom Hafen mit einer Fähre, die aussah wie ein Flugzeug (sogar mit einem großen Duty-free-Shop) direkt nach Buenos Aires.
Die Hauptstadt Argentiniens, auch Paris von Südamerika genannt, liegt auch am Fluss Rio de la Plata und war wegen dem verlorenen Finale in Tränen aufgelöst. Nein, natürlich nicht, aber es regnete ein bisschen. Am Samstag fand eine Stadtrundfahrt statt.

Buenos aires

Am Plaza de Mayo mit dem Casa Rosada (rosa Haus), dem Rathaus, befindet sich die Kathedrale, wo Papst Franziskus Bischof war. In der Metropolitankirche fanden früher immer Messen des Bischofs statt. Danach ging es ins Stadtviertel La Boca, das wegen seiner bunt bemalten Blechhäuser zur Touristenattraktion wurde. La Boca ist auch die Heimat des Fußballklubs „Boca Juniors“ und der gefährlichste Stadtteil der Stadt. Früher lebten hier die Auswanderer und brachten sich gegenseitig neue Dinge bei.

Danach folgte ein Besuch am größten Friedhof, den ich je gesehen habe. Dort liegt die Ehefrau von Diktator Perón, Evita genannt, begraben.

buenos aires 3

Die angeblich breiteste Prachtstraße der Welt, Avenida 9 de Julio, machte meiner Mutter ein wenig Angst, weil auf der insgesamt 18 spurigen Fahrbahn die Autos sehr schnell und rücksichtslos fuhren.

Am Sonntag besuchten wir den Flohmarkt von San Telmo. Angefangen von Antiquitäten, über Fußballtrikots bis hin zu ein paar Kaffeeverkäufern, die die Straße auf und ab gingen und lautstark ihr Getränk anboten, gab es hier alles. An diesem Tag hatten wir keine Führungen mehr, aber wir sahen uns das Opernhaus, das für seine Akustik weltbekannt ist, an.

buenos aires 6

Am nächsten Tag fuhren wir mit einem Boot auf dem Rio de la Plata das Tigre Delta entlang. Ich fand, das war ein unspektakulärer Ausflug, da wir nur an Wochendhäuschen vorbei fuhren. Am Dienstag, Tag 7, flogen wir nach Iguassu. An der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien liegt der weltweit längste Wasserfall der Welt. Eines der spektakulärsten Natursehenswürdigkeiten Südamerikas. Dies war der atemberaubendste Platz für mich auf dieser Reise. An diesem Tag sahen wir die Fälle von der argentinischen Seite aus. Am Nachmittag fuhren wir über die Grenze in mein langersehntes Traumziel BRASILIEN. Endlich waren wir hier! Doch am nächsten Tag sahen wir noch die Wasserfälle von der brasilianischen Seite aus und es war noch schöner. Wir wanderten bis in die so genannte Teufelsschlucht und wurden so richtig von den Wassermassen gefangengenommen und recht nass.

iguassu

Am nächsten Tag flogen wir nach Rio de Janeiro; es war sehr bewölkt, als wir landeten. Am Freitag, Tag 10, begann die halbtägige Stadtrundfahrt. In der Früh besuchten wir mit der Schweizer Seilbahn den Zuckerhut.

Danach ging es zu einer sehr modernen Kirche mit einem separaten Glockenturm. Außen hässlich zum Ansehen, aber innen sehr elegant und stimmungsvoll mit den Glasfenstern. Später fuhren wir noch zur weltbekannten Karnevalstraße. Im Fernsehen sieht es durch die vielen Kameras so aus, als würden sie durch die ganze Stadt marschieren. Doch sie ist nicht einmal 1km lang. Am Nachmittag erfüllte meine Mutter mir meinen seit langem größten Wunsch. Wir fuhren mit der U-Bahn zum legendären MARACANÃ. Das war vielleicht toll. Dort einmal ein Spiel zu besuchen, wäre auch nicht schlecht.

Am nächsten Tag ging es am Vormittag zur Christus Statue am Corcovado. Es ging mit einer Zahnradbahn durch das Naturschutzgebiet nach oben. Sie ist riesig und von vielen Menschen belagert. Zurück fuhren wir die legendären Strände von Rio entlang.

rio1

Zu Mittag genossen wir noch die Copacabana, doch dann mussten wir leider zum Flughafen.

Wieder ca.12 Stunden sitzen und Filme schauen, schlafen oder Musik hören. Aber – DAS WAR ES WERT!!!

 

One thought on “Aus der Sicht eines Jugendlichen: Ein Südamerika-Reisebericht

  1. TOP REISEBERICHT … der einen NEIDISCH macht !!!! Diese “ Urlaubs-Route “ ist sicherlich ein unvergessenes Erlebnis !!!!

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