Sonnenschein im Bärenland Alaska

Kälte, Eis und Schnee? Ja, die gibt es im flächenmäßig größtem Bundesstaat der USA. Aber bei weitem nicht nur. Wer im Sommer mit dem Mietauto die weiten Landschaften dieses traumhaften Landes durchstreift, kann auch gemütlich mit T-Shirt gemütlich am Fluss sitzen und sich durchaus auch einen Sonnenbrand holen.
Anita Arneitz entführt uns in ihrem Reisebericht diesmal in die Weiten Alaskas!

Homer Bärensafari

Homer Bärensafari

 

Alaska ist so weit weg und doch irgendwie ganz nah: Mit dem Flugzeug geht’s von Salzburg über Frankfurt bequem in neun Stunden über Grönland nach Anchorage, einer der wenigen großen Städte in Alaska. Trotzdem fühlt es sich nicht wirklich wie eine Großstadt an. Wolkenkratzer sind rar, statt dessen gibt es weitläufige Grünflächen, Parkanlagen und Teiche mitten in der Stadt. Dort fühlen sich auch die Tiere wohl und ab oder dann spaziert ein Elch oder Bär durch den Vorgarten. Aber Angst braucht man keine zu haben. Wer sich richtig verhält, dem passiert auch nichts. Und mal ehrlich: Kein Bär hat freiwillig Lust auf einen Zusammenstoß mit den Menschen. Die holen sich lieber die knallroten Lachse aus dem Fluss. Bei einem ausgedehnten Spaziergang entlang der Promenade kann sogar ein Wal erblickt werden. Wer sich der alaskanischen Tierwelt sanft annähern möchte, dem sei ein Besuch im Zoo empfehlen. Wobei Zoo ist vielleicht das falsche Wort, es ist mehr ein schön angelegter Wald, in dem einem immer wieder Tiere in weitläufigen Gehegen begegnen. Einen Einblick in das Leben der Native People und der vielen indianischen Kulturen gibt es im Heritage Native Center am Stadtrand.

Anchorage

Anchorage

Überall finden sich Trails, also gut ausgebaute Wanderwege, die zum Teil sogar barrierefrei sind und für jeden, angefangen von Familien bis hin zu Weitwanderern, etwas bieten. Deshalb ist Anchorage der perfekte Ort für alle, die nur wenig Zeit in Alaska zur Verfügung haben – denn von hier aus lassen sich Berge, Gletscher, Bären und der Denali Nationalpark schnell erleben.

Weiter geht’s der Küste entlang nach Seward und Homer. Minütliche Zwischenstopps, weil sich dauernd das Licht ändert und sich hinter jeder Kurve eine neue traumhafte Szenerie auftut. Flüsse sind die Lebensadern, in ihnen tummeln sich Fischer, Kajakfahrer und sonstige Sportler. Gleich beim Hotel wird der Fang des Tages aufgehängt – und eine viertel Stunde später auf unserem Teller serviert. Hey Folks, fröhliches Vogelgeschnatter im Alaska Sealife Center. Zurück Richtung Anchorage zum Ausspannen nach Girdwood, einem kitschigen Skigebiet mit Lift (hat Seltenheitswert in Alaska, im Winter geht’s mit Schneeschuhen oder Tourenski auf dem Berg).

Ein Erlebnis: Mit dem Auto durch den Eisenbahntunnel nach Whittier, gefahren wird auf den Schienen, rechts und links Felsen. Nichts für jene mit Platzangst, aber die einzige Verbindung nach Whittier. Alles geklappt, pünktlicher Check-In auf dem Katamaran. Trotz Regen und Nebel unglaublich schöne Naturerlebnisse im Prince William Sound. Erste Eisschollen, die vorbei schwimmen und Seeotter, die sie als Rastplatz nutzen. Und es ist trotz dem typischen Alaska-Wetter und dem vielen Eis nicht kalt. Die Hotels haben eine top Infrastruktur, sind modern eingerichtet und bieten witzige Details wie ausgestopfte Bären oder Panoramablicke auf den Gletscher. Kulinarisch hat das Land viel zu bieten – allen voran der hervorragende Lachs oder das frische Gemüse. Die Menschen sind freundlich, warmherzig und hilfsbereit. Als Gast fühlt man sich willkommen und aufgenommen.

Landschaftlich atemberaubend gestaltet sich die Fahrt von Anchorage zum Denali Nationalpark. Unterwegs tauchen wir ein in die Kultur von Eklutna und sind hellauf begeistert vom bunten Geisterfriedhof. Nächstes Highlight: Kitschig-romantisches Dörfchen mitten im Wald. Talkeetna verzaubert uns. Dann durch den Denali. Ein Nationalpark der Superlative in den schönsten Herbstfarben. Einchecken im eigenen Gartenhäuschen in Fairbanks direkt am Fluss.

Fairbanks (4)

Fairbanks

Weiterflug nach Barrow. Nördlicher geht’s fast nicht mehr. Ein faszinierend trister Ort mit schrulligen Menschen, einem Ein-Million-Dollar-Football-Feld, Walknochen über Walknochen und schaurigen Geschichten von Polarbären. Aber zwei Tage am arktischen Ozean reichen.

Zum Abschluss heißt es Sonne genießen in Fairbanks. Vögel beobachten am Creamers Field, die Kultur der Athabaskan-Indianer erleben, den Weihnachtsmann besuchen, mit Musher-Ikone Mary Shields und ihren Puppies spielen, Raddampfer fahren und wandern. Fairbanks ist auch eine große Stadt, aber völlig anders als Anchorage. Hier leben viele Einheimische in sogenannten Cabins, also Blockhütten, zum Teil ohne Wasser- oder Stromanschluss, aber dafür mit einigen Hektar Wald rund um sich. Nachts tanzt das Polarlicht am Himmel und die Hunde (vielleicht sind auch Wölfe dabei?) heulen. Stress kennt hier niemand, viel lieber wird das Leben in der Natur genossen. Wer Zeit hat, sollte unbedingt einen Abstecher zu den Chena Hot Springs machen. Mitten im Nirgends sprudeln heiße Quellen zwischen dicken Steinen und ein Erlebnis jagt das andere: Husky-Schlittenfahren, mit dem ATV entlang des Flusses und rauf auf den Berg, Skulpturen schnitzen im Eismuseum, Riesen-Gemüse bewundern und sich kulinarisch verwöhnen lassen. Ein würdiger Abschluss für eine unvergessliche Reise voller entspannter Tage in der Wildness!

 

Linktipps:

Anchorage: www.anchorage.net

Fairbanks: www.explorefairbanks.com

Barrow: www.tundratoursinc.com

Alaska: www.travelalaska.com

 

 

Vielen Dank an Reisejournalistin Anita Arneitz für diesen Bericht und die tollen Bilder!
(
www.anitaarneitz.at/blog)

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