Mexiko – Auf den Spuren der Maya

Man hört viel über dieses wunderschöne Land. Beginnend mit den massiven politischen Problemen und Drogenkartellen. Doch abseits der vielen Probleme in Mexiko sticht doch vor Allem die atemberaubende Landschaft und beeindruckende Kultur hervor. In diesem Sinne beschränke ich mich heute mal auf die ganz besonderen Zuckerseiten des Landes und auf die beeindruckende kulturelle Vielfalt!

Mexiko-Fahne

Da unsere kleine Online Redaktion des Gailtaler Reisebüros im Februar eine dreiwöchige Rundreise gemacht hat, haben wir auch dementsprechend viel zu berichten.

Kurz und bündig zusammengefasst: Von Mexiko City über Oaxaca, zur Pazifikküste, wieder quer durch den Djungel an die Grenze zu Guatemala durch die Yucatan-Halbinsel bis nach Tulum um zum Schluss wieder in Mexiko City zu landen!

 

Den ersten Eindruck von Mexiko, genauer gesagt von Distritto Federal (D.F.) oder auch Mexico City, bekommt man schon beim Landeanflug über der Stadt. Mexico City, eine der größten Metropolen der Welt mit 25 Millionen Einwohnern. Schier unendlich scheint die Stadt – die auf über 2000 Metern Seehöhe liegt – zu sein.

Das gesamte Hochplateau war, bevor sich die Azteken hier niederließen, eine riesige Seenlandschaft. Ihrer Überlieferung zufolge hatten sie von ihrem Gott Huitzilopochtli den Auftrag erhalten, an der Stelle eine Stadt zu gründen, wo sie einen Adler finden, der auf einem Kaktus sitzend eine Schlange verspeist. Und siehe da: Genau an der Stelle wo heute der Hauptplatz, der Zócalo liegt fanden sie ihn – auf einer Insel mitten im See.

Von der einst so prächtigen Azteken Stadt sind heute leider nur mehr einzelne Ausgrabungen zu finden. Haben doch die Spanischen Conquistador die Stadt den Erdboden gleichgemacht und eine Spanische Kolonialstadt errichtet.

Nichts desto trotz ist Mexico City eine überaus schöne und – wider erwarten – relative ruhige Stadt. Wenn man durch die Straßen und Gassen der Stadt spaziert und sich über einen die schönen spanischen Kolonialbauten auftun scheint es eher nicht so als würden in dieser Stadt über zwanzig Millionen Menschen leben. Von den Ausmaßen her jedoch auf alle Fälle. Man kann wahrscheinlich Jahre lang in dieser Stadt leben und hätte noch immer nicht alles Sehenswerte gesehen.

Hier deshalb nur eine kleine persönliche Auswahl:

Allen voran das Museo Nacional de Antropologia. Hier sollte man mindestens einen Tag einrechnen für das gesamte Museum. Dafür hat man danach auch einen detaillierten Überblick über die Geschichte Mexikos und seiner diversen Hochkulturen. Danach kann man auch ganz entspannt durch die ‚grüne Lunge‘ der Stadt, den Chapultepec-Park spazieren um erstmal die zahlreichen Eindrücke zu verarbeiten. Das Museum, und etliche andere befinden sich mitten im Park.

Besonders für Kunstinteressierte hat D.F. Einiges zu bieten. Hier kann man sich ruhig mehrere Tage Zeit nehmen um auf den Spuren von Diego Riviera und Frida Kahlo durch die Stadt zu streifen oder sich im Museo Nacional de Arte berieseln zu lassen.

Diego Riviera

Diego Riviera

Am Abend darf man sich die Historische Innenstadt nicht entgehen lassen. Ein kleiner Spaziergang über den Zócalo, weiter durch die belebten Gassen um zum Schluss am Plaza Garibaldi im Klange der Mariachis (Mexikanische Volksmusik) mit einer Portion Tacos und dem einen oder anderen Mezcal den Abend abzuschließen.

Nur rund 50 km vom Stadtzentrum entfernt liegt Teotichuacán. Diese Ruinenstadt zeichnet sich vor Allem durch die zwei mächtigen Pyramiden, die Sonnen- und Mondpyramide aus. Es war die wohl gewaltigste präkolumbische Ansiedlung in ganz Amerika. Die zwei Pyramiden sind so groß – und noch erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass sie ohne Radwagen oder Lasttiere errichtet wurden – dass sie vor ihrer Freilegung für Berge gehalten wurden.

Teotihuacán

Für uns ging es dann nach vier zu kurzen Tagen bereits Richtung Süden. Unser nächster Stopp lag 5-Busstunden von Mexico City entfernt und führte uns in die spanische Kolonialstadt Oaxaca in dem gleichnamigen Bundesstaat. Das Historische Zentrum bildet hier nicht nur kulturell das Herz der Stadt. Hier kann man getrost ein paar Tage durch die Stadt flanieren und das Treiben auf den Straßen bei einem Kaffe am Zócalo betrachten.

Oaxaca ist übrigens auch das Herz der Mezcal Produktion in Mexico. Hier wird die Kunst des Mezcal Brennens und des Trinkens regelrecht zelebriert. Zu Recht. Ein Besuch in einer der zahlreichen Mezcalerias zahlt sich auf jeden Fall aus.

Oaxaca ist auch ein perfekter Ort um Tagesausflüge in der Umgebung zu koordinieren. Allem voran die uralte Zapoteken-Hauptstadt Monte Albán (Blütezeit um 500 n.Chr.) nur rund 10km von der Stadt entfernt.

Ein kleiner Geheimtipp wäre auch noch Hierve de Agua. Die Wasserfälle von Hierve de Agua sind in ca. 1-2 Stunden mit Sammeltaxis und –busse erreichbar, es werden jedoch auch mehrmals täglich organisierte Touren unter anderem auch dorthin angeboten. Persönlich würde ich sie als ‚gefrorene Wasserfälle‘ bezeichnen. Klingt etwas skuril, wenn man sich die Temperaturen in Mexiko ansieht. Jedoch sobald man es sieht wird es einem gleich klar wieso. Die Besonderheit dieser zwei Wasserfälle ist das stark mineralhaltige Wasser, das aus den kleinen Quellen an der Spitze heraustritt. Über die letzten paar Tausend Jahre haben sich so atemberaubende Steinstrukturen entwickelt, die die Wasserfälle um einiges gigantischer erscheinen lassen, als sie eigentlich sind. Außerdem ein besonders schönes Plätzchen Erde um in einem der natürlichen Infitity-Pools auf der Spitze zu entspannen.

Hierve de Agua

Nach Oaxaca ging es dann Richtung Pazifikküste: Mazunte heißt hier unser kleines Paradis! Ein paar Tage am ruhigen Strand in einer Cabaña(Holzhütte) und man hat wieder genügend Energie getankt um die weitere Reise anzutreten.

Unser nächstes Ziel war schließlich San Christobal de la Casas, im zentralen Hochland von Chiapas. Eine weitere wunderschöne Stadt im kolonialen Stil errichtet auf über 2000 Meter Seehöhe. Bekannt vor Allem durch die traditionelle Handwerkskunst. Das Bergland um San Christóbal wird noch hauptsächlich von Mayas bewohnt, was sich auch im Stadtbild und den Märkten widerspiegelt. Die Bewohner dieser umliegenden Dörfer sprechen häufig, wenn überhaupt, Spanisch nur als erste Fremdsprache.

Weiter ging unsere kleine Reise schließlich in den Djungel im Süden des Landes. Erster Halt war die Mayametropole Palenque. Eine außerordentliche Ruinenstadt umgeben von Tieflanddjungel. Bei der Besichtigung bekommt man auch gratis Affengebrüll aus den Wäldern als Hintergrund Musik dazu. Über ca. 2 km erstreckt sich die heutige Ausgrabungsstätte mit zahlreichen Templen und anderen kolossalen Bauwerken. Und doch wurden bis heute nur etwas 5% der Stadt freigelegt. Der Rest ist weiterhin klar im Griff des Urwaldes.

 

Palenque

Am Tag darauf setzen wir unsere Maya-Erkundungstour noch tiefer in den Djungel fort. Nach ca. 5 Stunden Busfahrt, plus eine 1-stündige Fahrt mit einen kleinen Kahn über den Rio Usumacinta, den Grenzfluss zu Guatemala, erreichen wir schließlich mein absolutes Mexiko-Highlight: Yaxchilán. Diese, erst im 19. Jahrhunderts wieder entdeckte Stadt ist wahrlich ein Paradis. Die einzige Möglichkeit zu der Stadt zu gelangen ist eine 1-Stündige Bootsfahrt quer durch den Djungel. Wobei auch hier der Großteil der Stadt noch tief im Djungel verborgen liegt. Dadurch hat Yaxchilán eine ganz besondere, mystische Atmosphäre. Außerdem hatten wir bei der Retourfahrt auch noch die Möglichkeit kurz in Guatemala anzulegen. Somit haben wir auch Guatemala bereist… Wenn auch nur kurz.

Auf unserem Weg wieder Richtung Zivilisation lagen noch diverse kleine Dörfer und Ausgrabungsstätte, bis wir nach ein paar hundert Kilometern über Mérida, der Hauptstadt von Yucatán und zum Schluss in Tulum angekommen sind. Und ein paar Tage an der Karibikküste in einer kleinen Cabaña direkt neben der Maya Ausgrabungsstätte von Tulum würde ich zum Abschluss einer solchen Rundreise auf jeden Fall jedem wärmstens empfehlen.

Somit war nach ca. 3000km Busfahrten und unzählbaren Eindrücken unsere 3-wöchige Mexiko-Rundreise leider schon wieder zu Ende. ABER wie heißt es so schön: Wiedersehen macht Freude.

2 thoughts on “Mexiko – Auf den Spuren der Maya

  1. SENSATIONELLER REISEBERICHT !!!!
    Gratulation dem TEAM dieses Berichtes !!!
    Freu mich schon auf den nächsten Reisebericht ..
    LG aus Villach – Klaus

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