Verblasster Glanz – Kuba

Verblasster Glanz Kuba? Etwas Mystisches lag als Erinnerung an die 60er Jahre in der Luft, als die damaligen Helden wie Che Guevara oder Fidel Castro der Revoluzzer ihre Spiele spielten und Vorbilder vieler Jugendlicher in der damaligen Zeit waren. Genau diese Erinnerungen waren eigentlich ausschlaggebend, dass das Reiseziel 2013 nur Kuba sein konnte.

Da wäre viel zu tun: Ein Gedanke eines Bau-Menschens

Da wäre viel zu tun: Ein Gedanke eines Bau-Menschens

Mit 5 Freunden machten wir uns am 8. November auf die Reise, nachdem wir im Gailtaler Reisebüro unsere Reise genauestens planen liesen. In einer größeren Gruppe ist es auch etwas schwieriger alle Vorstellungen eines Ausfluges auf einen Nenner zu bringen und unter dem Highlight „Die Höhepunkte Kubas“ war uns dies auch bestens gelungen. Mit einer Zugfahrt nach Wien begann unsere tolle Reise auf die größte Antilleninsel. Nach einem 12 stündigen Direktflug landeten wir am Abend in Varadero, einem der berühmtesten Badeorte der Insel. Ein eigenartiges Gefühl der Bedrängnis überkam uns, da wir ja wussten, dass wir in einem totalitären, erzsozialistischen Staat mit vielen menschlichen Einschränkungen angekommen waren. Jedoch die Schönheit und Natürlichkeit der Insel am nächsten Morgen lässt uns bald alles vergessen worüber man über das herrschende Regime gelesen hatte.

Gruppenfoto

Gruppenfoto

Einer der schönsten Höhepunkte war natürlich die Besichtigung der Hauptstadt Havanna. Alle unsere Vorstellungen wurden von den tatsächlichen Wahrnehmungen übertroffen. Hier lebt Stehengebliebenes in der wunderbaren spanischen Kolonialarchitektur, in den vielen alten Autos auf den Straßen und im Leben in den kleinen Lokalitäten mit Havannarum, mit einem Daiquri oder mit einer legendären Havannazigarre. Überall erklingt das berühmte Lied der „Guantanamera“ von der Bäuerin aus Guantamo und gibt allem ein einzigartiges Gefühl des Abgehobenseins.

Blick von der Festung „La Cabana“ auf Havanna im Vordergrund die „Malecon“

Blick von der Festung „La Cabana“ auf Havanna im Vordergrund die „Malecon“

Eine Fahrt in naturbelassene Schönheit führt nach Pinar del Rio dem Zentrum des Tabakanbaues. Das kunstvolle Handwerk der Zigarrenherstellung geniest auf der Insel ein sehr hohes Ansehen. Eine wunderbare Bootsfahrt in einer Indiohöhle rundet diese Tagesfahrt ab.

Von Havanna geht es dann in abenteuerlicher Fahrt über die Autobahn Richtung Süden nach Cienfuego in das kubanische Paris, wie es so liebevoll genannt wird und Heimatort des bekannten kubanischen Sängers Benny Moore ist, der seinen Heimatort auch in einem Lied „Die Perle des Südens“ besingt. Hier befindet sich auch die berühmte „Schweinebucht“ in der am 17. April 1961 eine Invasion bestehend aus Exilkubanern Fidel Castro, der sie zuvor enteignet hat, stürzen wollte. Castro war jedoch vorbereitet und der Putsch wurde vereitelt.

Eine Bootsfahrt am Yaguanabo – Fluss lässt unberührte Natur mit der großen Tier- und Pflanzenvielfalt vor unseren Augen gleiten.

Da wäre wohl jemand gerne der Besitzer

Da wäre wohl jemand gerne der Besitzer

Ein weiterer Höhepunkt ist das Städtchen Trinidad mit dem kolonialen Stadtbild. Hier glaubt man die Uhren sind um 1850 stehengeblieben. Zu dieser Zeit boomte das Zuckerrohrgeschäft und der Reichtum damaliger Zeit ist noch heute in den vorherrschenden Prachtvillen zu sehen. Bei einem Glas „Canchanchara“ einem Getränk aus Honig, Limone, Zuckerrohrschnaps und Sodawasser und guter Musik wurde auch dieser Tag ein bleibendes Erlebnis.

Ebenso faszinierend verlief auch die Rückfahrt nach Varadero durch wunderbare Naturlandschaften wo die Reisegruppe ein paar Tage Erholung von den Strapazen brauchte bevor wieder die Heimreise angetreten wurde.

Erholung am Strand

Erholung am Strand

In diesen Tagen kamen Erinnerungen an die eigene Kindheit- und Jugendzeit zurück, wo auch wir nichts hatten und trotzdem alle eine glückliche und schöne Zeit erleben konnten. Wir konnten erfahren, dass die Kubaner mit „NICHTS“ auch noch sehr viel machen können und wenn man die Frage stellt: „Wie macht ihr das?“ bekommt man zur Antwort ein Achselzucken und die Antwort „Improvisieren“. Man wird aus diesem Land nicht klug. In Kuba lernt man nie aus und glaubt man einmal das Geheimnis des Landes gelüftet zu haben, steht man schon vor dem nächsten Rätsel. Aber genau darin liegt der große Reiz und auch die Zukunft des Landes.

 

One thought on “Verblasster Glanz – Kuba

  1. Zunächst ein großes Lob an Ing. Hans Zankl für die gelungene Präsentation! Auch nochmals besten Dank für die tolle und engagierte Reisebegleitung, sowie an das Reisebüro Gailtaler Reisen für die perfekte Organisation!
    Hoffend, auf ein baldiges Wiedersehen – im Flugzeug auf zur nächsten Expedition rund um den Globus, verbleibe ich

    mit besten Wünschen

    Siegfried Schöffmann

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