Kunterbuntes Israel

Nach einem 1-jährigen Aufenthalt in Israel gibt es einiges zu erzählen. Darum freuen wir uns, dass der jüngste Sohn von Lissi Lasser im folgenden Reisebericht von seinen Eindrücken aus Israel erzählt. Robert Lasser hat das Land wirklich gut kennengelernt hat und darum kann er auch richtig gute Tipps geben! Shalom und viel Spass mit diesem Reisebericht!

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Israel ist ein kompliziertes Land. Ein geteiltes Land. Ein religiöses Land. Aber vor Allem ist Israel ein interessantes und noch wichtiger wunderschönes Land. Kaum ein anderes hat auf so kleiner Ausdehnung so viel zu bieten. Kulturell, Landschaftlich, Politisch. Denn drei Weltreligionen treffen hier aufeinander – und all das auf einem Staatsgebiet mit nicht einmal der Größe von Ober- und Niederösterreich zusammen.

Die zwei größten Städte sind Jerusalem und Tel Aviv. Nur knapp 45 min von einander entfernt können sie nicht unterschiedlicher sein.

Fangen wir an mit Jerusalem, der Hauptstadt und zugleich der Ort, der Juden, Moslems und Christen festhält. Mit dem arabischen Ost-Jerusalem, der Altstadt und dem eher westlich orientierten West-Jerusalem bietet diese Stadt ein besonderes Flair. Ein Muss für jede/n Jerusalem-Besucher/in sind sicherlich die unzähligen religiösen Stätten: die Klagemauer, der Tempelberg und die Grabeskirche, um nur die wichtigsten zu nennen. Davon abgesehen kann Jerusalem eine sehr aktive, junge Künstlerszene vorweisen. Egal ob man nur einen arabischen Kaffee in der Altstadt trinken, Museen besuchen oder das Nachtleben genießen will, es ist für jede/n etwas dabei. Ein besonderes besonderes Highlight für Österreicher/innen: Gönnen Sie sich nach einem Spaziergang durch die Altstadt im österreichischen Hospiz eine Pause und genießen Sie den herrlichen Ausblick über die Altstadt Jerusalems bei einer Melange und einem Apfelstrudel.

Hospiz

Der Felsendom von der Aussichtsterrasse des österreichischen Hospiz

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Der Felsendom

Die Jerusalemer Altstadt

Die Jerusalemer Altstadt

Im Gegensatz dazu steht Tel Aviv, eine typische Mittelmeer Metropole. In dieser Stadt lebt man, wird gesagt. Die Partyszene ist weit über die Grenzen Israels bekannt. Von religiösem Fanatismus merkt man in dieser Stadt wenig. Hier spaziert man über die Allenby Street, sieht sich die eine oder andere Kunstgalerie an und verbringt den Tag am Strand oder in einem Kaffee. Tel Aviv hat einige wunderschöne alte Stadtviertel, unter anderem die alte arabische Stadt Jaffo – die mittlerweile ein Teil von Tel Aviv ist – und eine wunderschöne arabische Architektur aufweist und direkt an der Küste liegt.

Blick auf Jaffo

Blick auf Jaffo

Aber Tel Aviv und Jerusalem sind noch lange nicht alles, was dieses Land zu bieten hat. Fangen wir im Süden an. An der Ägyptisch – Jordanisch – Israelischen Grenze bei Eilat am Roten Meer. Wer Entspannung sucht findet sie bestimmt hier. Angefangen von einfach am Strand liegen über tauchen, schnorcheln, oder Windsurfen, dürfte sich für jede/n etwas finden lassen. Vielleicht auch ein Ausflug in die Wüste oder das Gebirge rund herum. Die Felsenstadt Petra in Jordanien ist von hier aus auch nur einen Tagesausflug weit entfernt. Aber aufgepasst, wer zu hohe Temperaturen nicht verträgt sollte besser nicht im Sommer anreisen. Temperaturen über 40° im Schatten sind keine Ausnahme. Die Monate Februar bis April bzw. Oktober bis November sind die perfekte Zeit um Eilat zu besuchen.

Eilat

Eilat

Die Felsenstadt Petra

Die Felsenstadt Petra

Aber nun weiter in unserer kleinen Rundschau durchs Heilige Land Richtung Norden. Auf jeden Fall einen Besuch wert auf dem Weg zum Toten Meer ist die Stadt Mitspe Ramon in der Negev Wüste. Ein traumhaftes Naturschutzgebiet mitten in der Wüste. Und da man nicht einfach nach Israel reist ohne sich den „Salzigen See“ anzusehen und sich auf dem Wasser treiben lässt, geht’s weiter gen Norden zum tiefsten Punkt der Erde. Wer immer schon einmal wissen wollte wie es sich anfühlt zu schweben, ist hier gut aufgehoben. Auch die Landschaft rund um das Tote Meer ist sehr beeindruckend. Sei es die jüdische Festung Masada – der wohl wichtigste Ort für das Israelische Selbstverständnis – oder die Oase Ein Gedi. Ein Muss für jeden Urlaub in Israel!

Das Tote Meer

Das Tote Meer

Der etwas andere Liegestuhl...

Der etwas andere Liegestuhl…

Die Festung Masada am Toten Meer

Die Festung Masada am Toten Meer

Nun geht’s weiter gen Norden, rauf durch das Jordantal, vorbei an den Palästinensischen Städten Jericho, Nablus und Jenin in den Norden Israels. Im Gegensatz zum Süden, der zum Größten Teil nur aus Wüste besteht, ist der Norden – abgesehen vom Hochsommer – eine sehr grüne und angenehme Gegend. Nachdem man Nazareth, den Heimatort Jesu, und die Verkündigungsbasilika besucht hat, und etwas durch den Markt und die Altstadt spaziert ist, kann es auch schon weiter zum See Genezareth gehen. Man kann hier gerne versuchen, ob man es auch schafft über das Wasser zu gehen, ich rate aus eigener Erfahrung jedoch davon ab. Tiberias, die größte Stadt am See, ist für Israelis eine beliebte Urlaubsdestination. Mit einer sehr schönen Uferpromenade, alten Klöstern und traumhaften Stränden kann man es sich hier schon ein paar Tage gut gehen lassen.

Der See Genezareth

Der See Genezareth

Direkt über dem See, der sich übrigens auch um die 200 Meter unter dem Meeresspiegel befindet, erheben sich die Golan Höhen. Eine der – wie ich finde – schönsten Gegenden des Landes: traumhafte Schluchten, durch die sich einige Flüsse ihren Weg zum See bahnen, sowie üppige Vegetation im Frühling und Herbst und eine atemberaubende Aussicht über das ganze Land. Der restliche Norden wird auch Galiläa genannt, mit den drei Quellflüssen des Jordans: der Hasbani, der Dan und der Banyas. Eine Wanderung oder auch nur eine Raftingtour an einem der Flüsse ist unbeschreiblich.

Die Golan Höhen

Die Golan Höhen

Nun aber wieder etwas Kultur: Ebenfalls im Norden liegt die Hafenstadt Akko, mit einer massiven Befestigungsanlage an der anno dazu mal schon Napoleon gescheitert ist. Mit den Worten „Wer Akkon erobert, erobert die Welt!“ soll er mit seinen Truppen wieder abgezogen sein. Die arabische Altstadt, der Hafen, die Festung selbst und das Refektorium sind erstaunliche Sehenswürdigkeiten, die ich jedem empfehlen würde, egal wie kurz sein Aufenthalt in Israel ist. Akko ist zweifelsohne eine der schönsten Städte in der Region.

Akko

Akko

Ein Teil der Moschee von Akko

Ein Teil der Moschee von Akko

Und wenn man jetzt die Küste entlang fährt, vorbei an Haifa und etlichen kleinen Küstenstädtchen endet man schließlich wieder in Tel Aviv und am Flughafen.

Robert´s Reisetipps:

  • Ideale Reisezeit: April bis Juni, September bis November
  • Für Einsteiger gibt es maßgeschneiderte Studien-Rundreisen, mit denen alle Highlights besucht werden können.
  • Im Anschluss an eine solche Studienreise sind ein paar Entspannungstage am Mittelmeer oder am Roten Meer zu empfehlen.
  • Ein Ausflug nach Petra ebenso!

5 thoughts on “Kunterbuntes Israel

  1. Liebe Lissi!!!!!!!

    Danke für diese sehr interessante Info über das „Kunterbunte Israel“! Lädt gleich
    zum Urlaubmachen ein.
    Auf alle Fälle kannst zu dem ganz, ganz stolz auf DEINEN JÜNGSTEN sein.

    Liebe Grüße aus dem derzeit total verregneten Maglern
    Nelly

  2. Liebe Frau Lasser!
    Ein wunderbarer Reisebericht, da kommt Fernweh auf!!!!!
    Bis bald und viele liebe Grüsse Monika und Hannes

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